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Der Grand-Canyon-Nationalpark – berühmtes Weltkulturerbe

Grand Canyon

Grand Canyon – Grand Canyon von B Rosen unter der CC Lizenz

Im nördlichen Teil des Bundesstaates Arizona befindet sich eines der berühmtesten Naturgebiete der ganzen USA. Hier liegt ein etwa 350 km langer Streifen des imposanten Grand Canyon im gleichnamigen Grand Canyon Nationalpark. Der Grand Canyon erstreckt sich vom Nordosten Arizonas bis nach Westen. Dieser trennt den nordwestlichen Teil Arizonas, den so genannten Arizona Strip, vom Rest des Staates ab. Entlang des Grand Canyon erstreckt sich der Colorado River. Besucher können hier auf einer Straße im Norden und Süden am River entlangfahren. Der Grand Canyon selbst ist rund 450 km lang, bis zu 30 Meter breit und liegt zum größten Teil im Nationalpark. Wer den Grand Canyon in seiner ganzen Pracht bestaunen möchte, sollte schwindelfrei sein, da die Schlucht zum Teil bis 1800 Meter tief ist. Das Gebiet rund um den Grand Canyon Nationalpark wird in die drei Regionen Südrand,  Nordrand und Innere Schlucht unterteilt. Bis heute zählt der Grand Canyon zu den größten Naturwundern, die es überhaupt auf der Erde gibt.

Die Geschichte und Entstehung des Grand Canyon Nationalpark

Im Gebiet rund um den Grand Canyon gab es bereits vor über dreitausend Jahren die ersten Siedlungen von Indianern, welche hier intensiv Jagd betrieben. Rund tausend Jahre später ließ sich dann das Volk der Anasazi hier nieder. Vieles aus dem Leben dieser Kultur kann man heute noch in Form von Zeichnungen an den Felswänden des Grand Canyon sehen. Im Laufe der darauf folgenden Jahrtausende siedelten sich immer wieder neue Indianerstämme an, zu denen auch die Hauptkultur und Indianer des Navajo-Stammes gehörten. Bis heute wohnen immer noch einige Havasupai-Indianer im Canyon. Im Jahre 1540 wurde das Gebiet rund um den Canyon erstmals von Forschungsreisenden aus Spanien entdeckt. Unter ihnen befand sich García López de Cárdenas, welcher den Canyon ausgiebig erforschte. Um 1850 siedelten sich schließlich auch die ersten Europäer rund um den Grand Canyon an und fanden gemeinsam mit den dort lebenden Indianern zwei Orte, von wo aus der Colorado River überquert werden konnte.

Um das Gebiet rund um den Grand Canyon auch für die Nachwelt schützend zu erhalten, wurde es am 11. Januar 1908 durch Theodor Roosevelt zum National Monument erklärt. Im Jahre 1919 wurde das Gebiet dann zum Nationalpark erweitert. 1979 wurde der Park dann auch zum UNESO Weltkulturerbe erklärt.

Die Pflanzen- und Tierwelt des Parks

Überall im Gebiet des Grand Canyon gibt es ganz unterschiedliche Klima- und Höhenzüge. Während die Vegetation unterhalb der Grand Canyon Schlucht eher von wüstenähnlichen Gewächsen wie Kakteen oder Sträuchern bevölkert ist, wachsen in den Höhen ab 1500 Metern Wälder, welche sich in Tannen-, Kiefer-, Wacholder-, Pinien-  und Mischwälder aufteilen. Zwischen den Wäldern gibt es auch eine Menge Grasland. Überall im Park kann man bis zu 1500 unterschiedliche Pflanzen bestaunen.

Die Tierwelt im Grand Canyon Nationalpark ist einzigartig. Besonders entlang des Colorado River kann man viele Tiere in ihrem freien Lebensraum beobachten. Im Laufe der Jahre haben sich hier Pumas, Rotluchse, Katzenfretts, Graufüchse,  Kojoten, Dickhornschafe, Schwarzbären, Halsbanddekaries, Wapitis, Biber und Maultierhirsche angesiedelt. Aber auch eine Vielzahl an Vögeln ist hier heimisch geworden. Besonders häufig sieht man Reiher und den Kalifornien-Kondor.

Aktivitäten im Nationalpark

Besucher können im Grand Canyon vielen Aktivitäten nachgehen. Von Wanderung bis zur Bootstour ist alles dabei. Wer möchte kann sogar einen kleinen Rundflug über den Park machen, da es am Südrand einen Flughafen gibt.

Um die herrliche Natur- und Tierwelt bestens bestaunen zu können, bietet der Park etliche Aussichtspunkte an. Sehr beliebt sind vor allem „Bright Angel Point“, „Desert View“, „Point Imperial“, „Cape Royal“ und  „Point Sublime“, welche zu Fuß, mit dem Auto oder mit dem Bus erreicht werden können.

Für sportliche Besucher hat der Nationalpark rund um den Canyon viele Wanderwege zu bieten. Zu den schönsten Wanderwegen, die durch verschiedene Gebiete im Park führen zählen der South Kaibab Trail vom Südrand zum Fluss und der Bright Angel Trail, welcher  vom Nordrand entlang des Bright Angel Creek zum Fluss führt und dann wieder hinauf zum Südrand geht. Wer wandern möchte sollte ausreichend Wasser mitnehmen und auch seine Ausrüstung prüfen, da es auf den Wegen auch unwegsames Gelände und hohe Temperaturen geben kann.

Wer den Grand Canyon und den Park lieber vom Wasser aus erkunden möchte, kann hier auch eine Bootstour machen. Eine besonders schöne Tour auf dem Wasser beginnt in  Lee’s Ferry und führt nach vier Tagen bis zum Diamond Creek. Diese sollte jedoch nur von geübten Bootsfahrern befahren werden, das es hier über 31 Stromschnellen zu bewältigen gilt.

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