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News » Newsletter-Archiv » 2011 » Newsletter 03/2011 » Die Praesidenten der Vereinigten Staaten: Nr. 20 und 21 - James Garfield und Chester Arthur
In dieser Ausgabe stellen wir Ihnen James A. Garfield und Chester A. Arthur vor.
James Abram Garfield stellte von März 1881 bis zu seinem Tod im September desselben Jahres den 20. Präsidenten der Vereinigten Staaten.
Namensgeber waren sein älterer Bruder James Ballou Garfield, der schon früh verstarb sowie sein Vater, der verstarb als Garfield 18 Monate alt war. Garfield wurde daher überwiegend von seiner Mutter groß gezogen und musste als Kind arbeiten, um die Familie zu ernähren.
Mit Beginn seines Jurastudiums entdeckte Garfield seine Leidenschaft für die Politik. Schließlich widmete er der Politik seine volle Konzentration. Während des amerikanischen Bürgerkriegs (1861-1865) stieg er dann zum Generalmajor auf.
Ehefrau: Lucretia Rudolph (1832-1918), Hochzeit am 11. November 1858
Kinder: Eliza A. Garfield; Harry A. Garfield James R. Garfield; Mary Garfield; Irvin M. Garfield; Abram Garfield; Edward Garfield
Beruf: Mathematiklehrer und Prediger
Parteizugehörigkeit: Republikaner
Präsidentengehalt: USD 50.000/Jahr
Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen 1880:
| Wählerstimmen | Wahlmänner | |
| James A. Garfield | 4.453.295 | 214 |
| Winfield S. Hancock | 4.414.082 | 155 |
Vizepräsident: Chester A. Arthur (1881)
Regierungszeit (04.03.1881-19.09.1881):
Aufgrund seiner Ermordung war seine Amtszeit nur sehr kurz. Dennoch schaffte es Garfield das Amt und die Stellung des Präsidenten der Vereinigten Staaten zu stärken, indem er z.B. die korrupt gewordene Republikanische Partei erneuern wollte. Als Mitglied der "Half-Breeds" befürwortete er außerdem eine Reform des öffentlichen Dienstes. Dieses Engagement wurde ihm leider zum Verhängnis.
Am 2. Juli 1881 wurde James A. Garfield von Charles Julius Guiteau, abgelehnter Bewerber um ein öffentliches Amt, angeschossen und verstarb an den Folgen einer Blutvergiftung am 19. September 1881.
Interessantes:
Garfield
- war der erste Linkshänder unter den Präsidenten der Vereinigten Staaten
- konnte gleichzeitig mit der einen Hand in Latein schreiben und mit der anderen in Griechisch
- wurde in einer Blockhütte geboren und wog bei seiner Geburt 10 Pfund
- war der erste US-Präsident, der seine Wahlkampagne in zwei Sprachen führte (englisch und deutsch)
"A brave man is a man who dares to look the Devil in the face and tell him he is a Devil." (James A. Garfield)
Chester Alan Arthur wurde als Vizepräsident infolge der Ermordung von Präsident James Garfield zum 21. Präsident der Vereinigten Staaten ernannt.
Chester Alan Arthur war der Sohn eines schottisch-irischen Baptistenpriesters.
Nach seinem Jurastudium praktizierte Arthur als Rechtsanwalt in New York City. Im amerikanischen Bürgerkrieg (1861-1865) wurde Arthur bei der Versorgung der Truppen eingesetzt. Drei Jahre später unterstützte er den US-Präsidentschaftswahlkampf von Ulysses S. Grant.
Ehefrau: Ellen Lewis Herndon (1837-1880), Hochzeit am 25. Oktober 1859
Kinder: William Lewis Herndon Arthur; Chester Alan Arthur; Ellen Herndon Arthur
Beruf: Anwalt
Parteizugehörigkeit: Republikaner
Präsidentengehalt: USD 50.000/Jahr
Präsidentschaftswahlen: Als Garfields Vizepräsident übernahm Arthur nach dessen Tod das Präsidentenamt. Präsidentschaftswahlen fand nicht statt.
Vizepräsident: -
Spitzname: "The Gentleman Boss"; "First Gentleman of the Land"; "Elegant Arthur" (aufgrund seines sehr gepflegten Äußeres)
Regierungszeit (1881-1885):
Arthur reformierte den öffentlichen Dienst, um die Korruption zu bekämpfen, modernisierte die US-Flotte und verabschiedete die ersten US-Beamtengesetze. Durch sein Engagement für die Korruptionsbekämpfung genoss er einen sehr guten Ruf.
Dass Arthur die Politik tiefgreifend umstellte, lag jedoch nicht im Interesse aller Amerikaner.
Trotz seiner Errungenschaften gilt Arthur als umstritten. Bis zum heutigen Tage wird darüber spekuliert, ob Arthur in den USA oder aber im Ausland geboren ist. Eine Voraussetzung ist nämlich, dass Vizepräsidentschafts- und Präsidentschaftskandidaten in den USA geboren sein müssen. Das bedeutet, dass Arthur unter Umständen weder Vizepräsident noch Präsident hätte werden dürfen.
Arthur litt insgeheim an einer Nierenschwäche und verzichtete vermutlich aus diesem Grund im Jahr 1884 auf seine Wiederwahl.
Der 21. Präsident der Vereinigten Staaten starb am 18. November 1886 in New York City.
"I may be president of the United States, but my private life is nobody's damned business." (CHester A. Arthur)
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