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Die Praesidenten der Vereinigten Staaten: Nr. 8 und 9 - Martin van Buren und William Henry Harrison

In dieser Ausgabe stellen wir Ihnen Martin van Buren und William Henry Harrison vor.

 

Martin van Buren (1782-1862)

Martin van BurenMartin van Buren, Sohn niederländischer Einwanderer und im Staat New York geboren, begann um 1800 sein politisches Engagement als er sich der Demokratischen Partei anschloss. 1807 heiratete er Hannah Hoes, mit der er vier Söhne hatte. Als seine Frau 1819 verstarb, blieb er Witwer, ohne jemals wieder zu heiraten.

1821 baute er als US-Senator seinen Einfluss innerhalb der Partei aus und trat nach kurzer Amtszeit als Gouverneur von New York 1829 in das Kabinett von Präsident Andrew Jackson ein. Van Buren wurde darauf von 1829 bis 1831 Außenminister und von 1833 bis 1837 Vizepräsident unter Jackson und dessen engster Berater.

Für den Wahlkampf von 1836 wurde Van Buren zum Präsidentschaftskandidaten nominiert und schließlich zum Präsidenten ins Weiße Haus gewählt, obgleich er unter der amerikanischen Bevölkerung als korrupt galt.

Bereits in seinem ersten Jahr als Staatsoberhaupt kam es aufgrund der misslungenen Wirtschaftspolitik seines Vorgängers - Jackson löste die US-Nationalbank auf - zur ersten schweren Wirtschaftskrise der USA. Leider verschlimmerte van Buren die Situation noch, indem er Jacksons deflationäre Politik weiterführte. Dies ist auch der Hauptgrund, wieso van Buren nicht wiedergewählt wurde. Ein weiteren Tiefpunkt markiert der "Trail of Tears". Von 1838 bis 1839 wurden etwa 10.000 Indianer gezwungen, ihre Heimat im Westen der USA zur verlassen und zu Fuß weiter nach Westen zu ziehen. Fast die Hälfte der Menschen überlebte den beschwerlichen Weg nicht.

Nachdem er 1844 nicht zum Präsidentschaftskandidaten gekürt wurde, kandidierte er erst 1848 erneut für die US-Präsidentschaft - diesmal für die sklavereifeindliche Free-Soil-Party - jedoch ohne Erfolg.

Er kehrte daraufhin zur Demokratischen Partei zurück und unterstützte in den folgenden Wahlkämpfen die demokratischen Kandidaten. Bei Ausbruch des amerikanischen Bürgerkriegs stand Van Buren mit der Unterstützung der Administration von Abraham Lincoln jedoch erneut auf der Seite der Sklavereigegner.

 

"As to the presidency, the two happiest days of my life were those of my entrance upon the office and my surrender of it." (Martin van Buren)

 

William Henry Harrison (1773-1841)

William Henry Harrison

William Henry Harrison wurde als Sohn einer Politikerfamilie geboren. Z.B. sein Vater beteiligte sich aktiv an der amerikanischen Revolution und Unabhängigkeitsbewegung.

Harrison war der erste Gouverneur des Staates Indiana und wurde später Senator des Staates Ohio. Er befürwortete eine expansive Siedlungspolitik in den USA und ging auch mit militärischer Gewalt gegen die Indianer vor. Er machte sich z.B. in der Schlacht von Tippecanoe am 7. November 1811 einen Namen und erhielt daraufhin den Spitznamen "The General who saved the Northwest".

Im Wahlkampf 1836 wurde er bereits als Präsidentschaftskandidat gehandelt, allerdings verlor er gegen Martin van Buren.
 

Harrison wurde erst im Alter von 68 Jahren Präsident und war damit der älteste Präsident bei der Amtseinführung bis 1981, als Ronald Reagan Präsident wurde. Leider starb er jedoch nur 31 Tage nach Amtantritt. Er ist somit der am kürzesten amtierende und der erste in seiner Amtszeit verstorbene Präsident der Vereinigten Staaten. Als Harrison bei seiner Amtseinführung eine zweistündige Rede im Freien hielt, zog er sich eine Lungenentzündung zu, an deren Folgen er verstarb.

 

"I believe and I say it is true Democratic feeling, that all the measures of the Government are directed to the purpose of making the rich richer and the poor poorer." (William Henry Harrison)

 

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