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US-GreenCard bald auch für gleichgeschlechtliche Paare?

Nicht nur frisch vermählte Paare hoffen, dass sie bald ganz legal eine GreenCard beantragen können. Bald schauen gleichgeschlechtliche Paare auf der ganzen Welt mit Spannung auf die USA.

Aktuell ist die gleichgeschlechtliche Ehe in zehn US-Bundesstaaten legal. Bei Einwanderungsfragen hängt die Gültigkeit einer Ehe jedoch vom Federal Law, welches Ehen von gleichgeschlechtlichen Paaren leider nicht anerkennt, ab. Daher erteilt die US-Einwanderungsbehörde (USCIS) bis dato keine Aufenthaltsgenehmigung bei gleichgeschlechtlichen Ehen im Rahmen einer "Petition for Alien Relative" (Formular I-130).

Dies wurde 1996 mit Erlass des Defense of Marriage Act (DOMA) konkretisiert. Die US-Regierung definiert die "Ehe" darin als eine Verbindung zwischen Mann und Frau und beim "Ehepartner" muss es sich zwingend um eine Person des jeweils anderen Geschlechts handeln. Darüber hinaus sind US-Bundesstaaten nicht dazu verpflichtet gleichgeschlechtlichen Paaren bestimmte Rechte einzuräumen, nur weil die Ehe in einem anderen US-Bundesstaat rechtsgültig geschlossen wurde.

Gemäß DOMA erkennt die USCIS gleichgeschlechtliche Ehen nicht als Ehen an. Folglich erhalten gleichgeschlechtliche Paare bisher keine GreenCard im Rahmen der Fa-milienzusammenführung und können auf diesem Wege nicht in die Vereinigten Staaten einwandern und auch ein Verlobtenvisum (K-1) kann unter diesen Voraussetzungen nicht beantragt werden.

Der Oberste Gerichtshof in den USA könnte jedoch in Kürze darüber entscheiden, ob das DOMA verfassungskonform ist oder nicht. Im März dieses Jahres verhandelt der Oberste Gerichtshof den Volksentscheid aus Kalifornien vom 4. November 2008 ("Proposition 8"), nach dem die Ehe nur zwischen heterosexuellen Paaren gültig ist. Die Richter könnten dabei entweder über die kalifornische Ehedefinition urteilen oder aber auch grundsätzlich werden und die gleichgeschlechtliche Ehe in allen Staaten erlauben.

Daraufhin schrieben zahlreiche Interessenverbände an das Weiße Haus und baten darum alle GreenCard-Anträge von gleichgeschlechtlichen Paaren bis zu dieser Entscheidung auf Eis zu legen. Paaren, die sich bereits in den USA aufhalten, ist dabei besonders wichtig, dass die US-Einwanderungsbehörde dem ausländischen Partner erlaubt sich legal in den USA aufzuhalten, solange sie auf die GreenCard warten.

US-Präsident Barack Obama hat bereits deutlich gemacht, dass er das Gesetz abschaffen will. Ein Gesetzesentwurf befindet sich im Kongress und zwei Gerichtsverfahren würden zumindest Teile des DOMA abschaffen.

Im Frühsommer ist es dann soweit: Die Richter des Obersten Gerichtshofes haben die Chance ein Jahrhunderturteil zu sprechen und gleichgeschlechtlichen Paaren endlich die Einwanderung in die USA zu ermöglichen.

Obamas Amtseinführung

Es ist allseits bekannt, dass Präsident Barack Obama der 44. Präsident der Vereinigten Staaten und der erste schwarze Präsident der USA ist, allerdings ist Obama auch ein bekennender Bewunderer des ehemaligen US-Präsidenten Abraham Lincoln und des Bürgerrechtlers Martin Luther King jr.

Obamas Lebensgeschichte spiegelt das wieder, wofür Martin Luther Kings so hart gekämpft hat: sein Engagement für soziale Gerechtigkeit und die Gleichberechtigung zwischen Schwarzen und Weißen, für die er auch in seiner berühmten "I have a Dream"-Ansprache eintritt. King hat viel erreicht – wie das Verbot der Rassentrennung in den USA (Civil Rights Act) und die Einführung des uneingeschränkten Wahlrechts für Schwarze und andere in den USA lebenden Minderheiten (Voting Rights Act) – und damit u. a. den Grundstein dafür gelegt, dass Barack Obama Präsident der USA werden konnte.
Bereits 100 Jahre zuvor schaffte Abraham Lincoln während des Amerikanischen Bürgerkrieges die Sklaverei ab.

Doch Obama hat seinen Weg bewusst gewählt und sich dafür entschieden, dass sein Glaube an die Demokratie und die Gleichheit aller Bürger dem Wohle seiner Nation zugutekommen soll. Obama vergisst jedoch auch nicht, was er und die Amerikaner den Gründervätern, die die Unabhängigkeitserklärung bzw. die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika unterzeichneten, zu verdanken haben.

Amerikaner sind seit jeher sehr patriotisch, machen auch mal Fehler und sind nicht perfekt, aber stolz auf ihre Geschichte und die Tatsache, dass man seinen Traum tatsächlich verwirklichen kann… wenn man nur fest daran glaubt und hart dafür arbeitet.

Während seiner ersten Amtszeit, war Obama etwas naiv, voller Hoffnung und Ideale. Er hatte geglaubt, dass er sehr schnell etwas bewegen und das Leben der Menschen verändern kann. Allerdings befandeb sich die USA (und der Rest der Welt) in einer Wirtschafts- und Finanzkrise, weshalb die Armen noch ärmer wurden, das Gesundheitssystem noch mehr in Schieflage geriet und Obama seine Glaubwürdigkeit verlor, während die ganze Welt zusah. Gewiss beging Obama den einen oder anderen Fehler, aber er wurde auch mit starken Gegnern konfrontiert.

Obama bemühte sich, die Dinge anders anzugehen, aber nicht so radikal anders wie von King ursprünglich gefordert: gleiche Rechte für alle.

Nun hat Barack Obama eine zweite Chance bekommen und kann hoffentlich zeigen, was in ihm steckt.

In seiner Rede vor dem US-Kapitol anlässlich der Einführung in seine zweite Amtszeit wird er nicht davor zurückschrecken sich für die gute Sache einzusetzen. Dabei ging es nicht nur darum die richtigen Worte zu finden und in der richtigen Reihenfolge zu erzählen, es war die Rede eines Anführers, genau wie Martin Luther King, der Anführer der schwarzen Bürgerrechtsbewegung.

Zum 150. Jubiläum der Emanzipations-Proklamation (Emancipation Proclamation) mit der die Regierung Lincoln den ersten Schritt in Richtung Abschaffung der Sklaverei machte, und zum 50. Jubiläum des Marsches auf Washington, anlässlich dessen King die „I have a Dream”-Rede hielt, legte Obama feierlich den Schwur für seine zweite Amtszeit ab, sprach zur Nation und der Welt. Auch wenn es vielleicht nur ein Zufall sein mag, ist es für viele höchst symbolisch.

Eine zweite Amtszeit, eine zweite Chance, um alles richtig zu machen, oder etwa nicht? Wir hoffen es auf jeden Fall sehr! Und in gewisser Weise hat er es schon geschafft.

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