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Visa & More: Das Ehepaar Schiller/Ludwig berichtet aus Texas

Gewöhnlich veröffentlichen wir an dieser Stelle eine Auswahl von Fragen unserer Kunden, die uns täglich erreichen und von unseren Beratern beantwortet werden.

Heute lesen Sie ausnahmsweise ein Interview mit zwei unserer Kunden, dem Ehepaar Thomas Schiller und Manuela Ludwig, das sich im März 2007 mit einem über The American Dream beantragten E2-Investor-Visum und einem Modegeschäft in Texas selbständig gemacht hat, über ihre Erfahrungen.

Als zugelassene Beratungsstelle mit fundierten Kenntnissen der aktuellen Visa- Bestimmungen für die USA und jahrelanger Erfahrung hilft The American Dream auch Ihnen gerne weiter, zum Beispiel dann, wenn Sie sich für das Franchise Angebot unserer Kunden (siehe Menüpunkt 9) interessieren sollten. Anfragen zu unseren Serviceleistungen und Preisen sind jederzeit online unter
http://www.americandream.de/Visa-Service/visa-service-index.html möglich.

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TAD: Was waren Ihre Beweggründe, in die USA zu gehen?

EHEPAAR SCHILLING/LUDWIG: Die USA waren schon immer unser Urlaubs-Traumziel. Im Laufe der Jahre bereisten wir 25 Bundesstaaten, lernten wunderschöne Landschaften und faszinierende Städte kennen. Besonders fiel uns immer wieder die Freundlichkeit der Menschen hier auf. An Auswanderung hatten wir dabei nicht ernsthaft gedacht.
Die Entwicklung in Deutschland in den letzten Jahren führte jedoch dazu, dass unsere Lebensqualität subjektiv abnahm, wir fühlten uns zunehmend unfrei, eingeengt und in verstärktem Maße wurde das Leben von der Politik negativ beeinflusst. So reifte langsam der Entschluss, Deutschland den Rücken zu kehren. Nach unseren Erfahrungen aus Urlaubsreisen und dem engen Kontakt zu einigen amerikanischen Freunden kamen für uns nur die USA in Frage.

TAD: Wie lange hat es von Ihrer Idee, in die USA auszuwandern bis zur tatsächlichen Übersiedlung gedauert?

EHEPAAR SCHILLING/LUDWIG: Den endgültigen Entschluss, in die USA auszuwandern, fällten wir im März 2006. Im Oktober 2006 brachen wir de facto die Zelte in Deutschland ab, obwohl wir zunächst nur mit einem B-Visum als Prospective Investor den Boden für die Übersiedlung bereiteten. Im März 2007 erhielten wir dann vom US-Konsulat in Frankfurt unser E2-Investor-Visum ausgestellt.

TAD: Mit welchen Schwierigkeiten hatten Sie während der Organisation Ihres Umzugs in die USA zu kämpfen?

EHEPAAR SCHILLING/LUDWIG: Das Hauptproblem unseres Umzugs bestand darin, dass Manuela zunächst einen FBI Name Check durchlaufen musste und deswegen im Oktober 2006 noch nicht mit in die USA konnte. Dieser Umstand hatte auch die Genehmigung unseres E2-Investor-Visum verzögert. Der Name Check wurde deshalb notwendig, weil jemand mit dem gleichen Namen und dem gleichen Geburtsdatum in eine Straftat verwickelt war. So wurden weitere Daten aus Manuelas Lebenslauf mit den FBI Daten abgeglichen.
Für uns war diese Zeit nicht einfach, Manuela saß in Deutschland fest und konnte rein gar nichts tun, während ich hier in den USA vor lauter Arbeit nicht wusste, was ich zuerst tun sollte. Aber auch diese Zeit ging vorüber und konnte uns letztlich nicht davon abbringen, in die USA zu gehen. Viele Dinge konnten auf Grund des Fehlens des „richtigen“ Visums nur sehr schwer geregelt werden.

TAD: Welche Erfahrungen haben Sie mit den amerikanischen Behörden gemacht?

EHEPAAR SCHILLING/LUDWIG: Die amerikanischen Behörden sind nicht besser oder schlechter als die Behörden anderswo auf der Welt. Manche Angelegenheiten werden schnell, andere langsamer erledigt. Eines bleibt dennoch festzustellen: Die Mitarbeiter der Behörden, mit denen wir zu tun hatten, waren durchweg freundlicher, als wir es von Deutschland gewohnt waren. Wenn der Beamte zudem noch feststellte, dass wir Deutsche sind, entwickelten sich oft spontan äusserst angenehme Small Talks mit dem Beamten, was sich natürlich nicht negativ auf unser Begehren auswirkte.

TAD: Welche Kriterien waren ausschlaggebend, dass Sie sich für Texas als Standort entschieden haben?

EHEPAAR SCHILLING/LUDWIG: Unser erstes Traumziel war natürlich Florida, was sonst! Nachdem wir jedoch zum ersten Mal in Texas und da in San Antonio waren, gab es keinen Zweifel, dass diese Region unsere neue Heimat werden würde. Dafür gibt es viele Gründe. Das Klima ist angenehmer als in Florida, es ist warm, aber die Luftfeuchtigkeit ist wesentlich geringer. Die Landschaft ist schön, wir finden hier Berge, Seen, Canyons, Wüsten, einfach alles, was die Natur so zu bieten hat. Die Stadt selbst zählt für uns zu den schönsten Städten der USA. Die Innenstadt „lebt“ durch zahlreiche Geschäfte und Restaurants entlang des „Riverwalks“, der einen glauben lässt, man wäre in Venedig (nur dass es hier nicht stinkt wie in Venedig), wenn man mit dem Boot auf dem San Antonio River unterwegs ist. Und ausser „The Alamo“ hat San Antonio noch unzählige andere Attraktionen zu bieten, wie z.B. Sea World (wir wohnen 10 min. entfernt), Six Flaggs Funpark, Safari Park, Tropfsteinhöhlen, Museen und vieles vieles mehr! Ein Tourist hätte hier mehrere Wochen zu tun, um alles Sehenswerte zu sehen!
In und um San Antonio findet man auch die Spuren deutscher Siedler, die sich hier mehr als anderswo niedergelassen haben. Orte wie New Braunfels und Fredericksburg pflegen ihre deutsche Tradition nach wie vor auf zahlreichen Heimatfesten wie z.B. dem „Wurstfest.“ Und dann war natürlich auch der Wirtschaftsfaktor. San Antonio wächst seit Jahren unaufhörlich, es entstehen neue Industrie-Ansiedlungen und der Dienstleistungsektor wächst auch in gleichem Masse mit. So hat sich z.B. Toyota mit einem großen Werk hier angesiedelt, die Zulieferindustrie zog natürlich mit. Arbeitslosigkeit ist in dieser Region kein Thema. Im Gegenteil, es ist sehr schwer, Personal zu finden, weil es Jobs im Überfluss gibt!
Die Lebenshaltungskosten sind hier auch niedriger als anderswo und von den Auswirkungen der Immobilienkrise ist so gut wie nichts zu spüren!

TAD: Welche Tipps würden Sie Leuten geben, die Ähnliches vorhaben wie Sie?

EHEPAAR SCHILLING/LUDWIG: Eines vorweg: Wer glaubt, er würde ins Paradies umziehen, der sollte dringend die Finger davon lassen. Die Verwirklichung des „amerikanischen Traumes“ geht mit harter Arbeit einher und ist weitab von jedweder Romantik! Träumer haben keine Chance, wenn sie nichts für ihren Traum tun! Zunächst gilt es genau zu prüfen, mit welchem Visum es möglich ist, in die USA zu kommen. Für viele Leute bleibt am Ende nur die GreenCard-Lottery, an der wir, bisher leider erfolglos, regelmäßig teilnehmen.
Ganz wichtig ist es, sich auch die Region, in der man leben möchte, sich unter dem Aspekt „Ich lebe hier“ anzuschauen. Manche beurteilen das Leben hier rein aus touristischer Sicht, aber man sollte sich schon Hintergrundinformationen verschaffen, um beurteilen zu können, ob die Lebensumstände des Alltags zu einem passen oder nicht! Das Beherrschen der englischen Sprache ist ein Muss, aber keine Angst, perfekt braucht man darin nicht von Anfang an zu sein. Die Amerikaner sind sehr tolerante und hilfsbereite Menschen und man braucht keine Angst haben, sich zu blamieren, wenn man etwas falsch ausspricht oder formuliert.

TAD: Sie haben sich in den USA mit einem Modegeschäft selbständig gemacht. Welche Unterschiede haben Sie dabei zum deutschen Geschäftsalltag festgestellt?

EHEPAAR SCHILLING/LUDWIG: Ein grosser Unterschied zum deutschen Geschäftsalltag sind die Kunden. Die Menschen hier sind freundlicher, weniger mäkelig und viel offener für Neues und Aussergewöhnliches als in Deutschland. Für uns war es anfangs befremdlich, dass sich Kunden dafür bedankten, wenn wir ihnen etwas verkauft haben. Natürlich erwarten die Kunden auch ein ganz anderes Level an Service. Ein böse dreinblickender mürrischer Mensch hinter dem Ladentisch hat von vornherein verloren, bei einer solchen Person wird niemand kaufen!

Der wohl wichtigste Aspekt ist aber, dass man mit einer Idee und dem entsprechenden Engagement den „amerikanischen Traum“ nach wie vor umsetzen kann! Während in Deutschland viele traditionelle Geschäfte aus den Innenstädten verschwinden, ist hier die Möglichkeit der Expansion noch gegeben. Wir sind gerade dabei, dies mit unserem Franchise-Programm zu beweisen! In Deutschland wäre das unter den momentanen Gegebenheiten undenkbar!

TAD: Wie wichtig ist Werbung und Marketing für den Geschäftserfolg?

EHEPAAR SCHILLING/LUDWIG: Die Konkurrenz ist groß, auch hier in den USA. Deswegen ist es für den Erfolg wichtig, besondere Strategien zu entwickeln, um sich auf dem Markt zu behaupten und besser zu sein als der Mitbewerber. Aus diesem Grunde haben wir Marketingstrategien entwickelt, die uns von unserem größten Konkurrenten „Hot Topic“ erheblich unterscheiden.
So nehmen wir zum Beispiel getragene Band T-Shirts in Zahlung und verkaufen diese nach professioneller Reinigung für 5 US-Dollar. Damit erreichen wir, dass auch Jugendliche mit wenig Taschengeld in der Lage sind, ein Shirt mit ihrer Lieblingsband zu besitzen. Bei unserer Konkurrenz wären sie allenfalls in der Lage, einen wehmütigen Blick darauf zu werfen! Wir veranstalten regelmässig Konzerte mit lokalen Bands in unserem Geschäft, was natürlich dazu führt, dass die Bands auch ihre Freunde mitbringen, die mitunter unser Geschäft vorher nicht kannten.
Auf diese Weise sind wir mittlerweile zum Scene Store Nr. 1 in San Antonio und weit darüber hinaus geworden. Aus diesem Wirken heraus ist auch der erste Franchise-Vertrag entstanden, denn unsere Kunden kommen mittlerweile aus entfernteren Regionen, manche nehmen vier Stunden Fahrt in Kauf, um ein Konzert zu besuchen und „nebenher“ die Sachen bei uns zu kaufen, die sie anderswo nicht finden!

TAD: Wenn Sie Ihr neues Leben in den USA noch mal planen könnten: Was würden Sie anders machen?

EHEPAAR SCHILLING/LUDWIG: Grundsätzlich würden wir wohl nichts anders machen. Die Auswanderung war, letztendlich auch durch die professionelle Unterstützung von TAD, sehr gut vorbereitet. Sicherlich wäre vieles einfacher gewesen, wenn Manuela nicht durch den Name Check gemusst hätte, aber dieser Umstand war von uns nicht beeinflussbar.

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