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News » Newsletter-Archiv » 2000 » Praktikum in den USA
Wer sich noch nicht so ganz sicher ist, ob die Arbeit in einem amerikanischen Unternehmen wirklich das Richtige für ihn ist, der kann zunächst einmal vorsichtig in die Arbeitswelt der USA „hineinschnuppern“. Es gibt dafür diverse Austausch- und Praktikumsprogramme, die allesamt relativ leicht zu absolvieren sind. Der gravierendste Vorteil liegt darin, dass hierzu in der Regel kein „echtes" Arbeitsvisum" benötigt wird, sondern ein J-1 Visum ausreichend ist. Dennoch dürfen Sie in dieser Zeit Vollzeit arbeiten und sogar Geld verdienen. Bis zu 1.300 US$ Monatsgehalt sind keine Seltenheit, sondern eher der Durchschnitt bei solchen Austauschprogrammen, wenngleich viele Praktikantenstellen auch in den USA generell unbezahlt sind und man nur an Erfahrung reicher werden kann.
Ein J-1 Visum kann generell nicht alleine beantragt werden, sondern nur über eine Mittlerorganisation, die das Formular IAP-66, welches zur Antragstellung notwendig ist, für Sie ausstellt. Dies kann eine US-amerikanische oder deutsche Institution sein, es empfiehlt sich natürlich, sich rechtzeitig in Deutschland darum zu kümmern. Oft wird vorausgesetzt, dass Sie an einer deutschen Hochschule eingeschrieben sind oder vor kurzem Ihr Studium beendet haben.
Es gibt grundsätzlich mehrere Organisationen, die Ihnen bei der Antragstellung behilflich sein können. Dies sind für allgemeine Programme unter anderem:
Carl-Duisberg-Gesellschaft e.V. Weyerstr. 79 -83
50676 Köln
Tel.:0221-20980
Fax: 0221-2098111
www.cdg.de
Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) Auslandsabteilung
Feuerbachstr. 42 – 46
60325 Frankfurt
Tel.:069-7111-0
Fax: 069-7111-540
www.arbeitsamt.de/zav/international/index.html
Council on International Educational Exchange e.V. Oranienburger Str. 13 – 14
10178 Berlin
Tel.: 030-284859-0
Fax: 030-280961-80
www.council.org
Grundsätzlich beinhalten sowohl die Angebote der ZAV sowie der Carl-Duisburg-Gesellschaft (CDG) meist eine Stellenvermittlung, wobei man sich aber auch selbst um eine Stelle bemühen kann. Praktika können für einen Zeitraum von 3 – 18 Monaten gemacht werden, eventuell ist sogar eine finanzielle Förderung möglich. Die Programme der CDG richten sich vor allem an junge Beruftätige mit abgeschlossener Ausbildung oder Studium, bzw. direkt an Studenten. Dabei ist eine formelle Bewerbung bei der Gesellschaft nötig, auch um ein Vorstellungsgespräch in Köln kommt man nicht umhin.
Die Programme der ZAV richten sich an Abiturienten, Berufstätige und natürlich Studenten. Vermittelt werden zum Beispiel Stellen beim EPCOT Center in Florida (Disney World), sowie zahlreiche Stellen in den Bereichen Handel, Hotels, Restaurants, Kinderbetreuung, öffentliche Verwaltung etc. Informieren Sie sich bei der ZAV nach den jeweils aktuellen Programmen! Die Gebühren richten sich nach Aufenthaltsdauer und danach, ob man selbst eine Stelle gesucht hat oder diese einem vermittelt wurde. Sie schwanken zwischen DM 500,– und über DM 2.100,– Weitere Informationsmaterialien können bei beiden Institutionen kostenfrei angefordert werden.
Beim Council on International Educational Exchange (Council) wird keine Stellenvermittlung angeboten. Dafür ist man allerdings umso flexibler und muss keine „Aufnahmeprüfungen“ über sich ergehen lassen. Wer sich zuerst anmeldet, kommt auch zuerst zum Zuge. Die Programme gelten allerdings nur für Studenten oder Absolventen, die innerhalb des letzten Jahres Ihren Abschluss gemacht haben. Es gibt vor allem 2 Programme, die interessant sind:
1. Praktikum USA
Mit dem Praktikum USA-Programm dürfen Sie studiengangbezogene Praktikumsarbeit in den USA bis zu einer Dauer von 18 Monaten machen, die unter bestimmten Voraussetzungen auch auf maximal 3 Praktika (bzw. Studien- oder Diplomarbeit) z. B. à 6 Monate aufgeteilt werden können. Wer gute Basisqualifikationen zu bieten hat und mit dem richtigen „Know How“ an die Stellensuche herangeht, hat gute Chancen, ein akzeptables Angebot zu erhalten. Dies um so mehr, wenn bereits die Bewerbung den Hinweis enthält, dass Council durch sein „Internship USA" Programm für das richtige Visum sorgt. Beachten Sie allerdings: Das Praktikum muss (zumindest offiziell) fachgebunden absolviert werden. Letztendlich ist dies oft eine Auslegungssache und gerade Studenten von eher allgemeinwissenschaftlichen Studiengängen wie Politik, Amerikanistik etc. haben erfahrungsgemäß großen Spielraum bei der Auswahl. Sie sollten aber dennoch schon bei der Bewerbung darauf achten, sich um einen Praktikumsplatz zu bemühen, der eng mit Ihrem Studienfach in Verbindung gebracht werden kann.
2. Work & Travel USA
Dieses Programm eignet sich vor allem für Studierende, die in den Semesterferien einen „Sommerjob“ machen möchten. Der Zeitrahmen ist eng gesteckt. Frühestens am 1. Juni jeden Jahres darf der Job beginnen, spätestens am 19. Oktober müssen Sie aufhören zu arbeiten, dürfen aber noch bis zum 19. November zu Urlaubszwecken in den USA bleiben. Ein großer Vorteil ist, dass Sie nicht unbedingt schon vorher einen Job brauchen. Sie können sich jederzeit auch vor Ort um eine Arbeitsstelle bemühen. Sollten Sie keine finden, so können Sie dennoch für die gesamte Dauer des Programms in den USA bleiben. Wenn Sie sich allerdings vor Jobangeboten kaum noch retten können und sich vielleicht nicht entscheiden können, bietet Ihnen dieses Programm auch die Chance, mehrere Jobs anzunehmen. Oft wird diese Möglichkeit praktiziert, um ein zwar interessantes, aber unbezahltes Praktikum akzeptieren zu können. Nebenher können Sie dann abends beispielsweise noch ganz offiziell in einer Bar arbeiten. Generell gilt beim Work & Travel-Programm, dass Sie sich nicht um die Fachrichtung Ihres Studiums kümmern müssen, Sie also jeden angebotenen Job annehmen können.
Weitere Informationen: Beide Programme werden ausführlich in einer Infobroschüre vorgestellt, die sie kostenlos beim Council anfordern können. Zusätzlich können unten aufgeführte Infopakete gegen Zahlung einer Schutzgebühr in Briefmarken oder Verrechnungsscheck direkt unter o.g. Adresse des Council in Berlin angefordert werden. Die Schutzgebühr wird bei einer Teilnahme später verrechnet. Weitere Infos erhalten Sie auch über die Amerika Häuser in Frankfurt, Berlin, Köln und Leipzig oder vom Council unter der Telefonnummer 030-2848-590.
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