Mardi Gras in Amerika: Karneval feiern auf Amerikanisch

Mardi Gras Parade by Carol M. Highsmith via Flickr

Mardi Gras Parade (Carol M. Highsmith / Flickr)

Es ist wieder soweit, die Jecken sind los! Nicht nur in Deutschland wird Karneval gefeiert, natürlich auch in den USA. Es ist Mardi Gras! Doch was genau ist Mardi Gras eigentlich, was hat es mit den Perlenketten auf sich und wo kommt der Begriff her? Wir haben die Fakten und berichten sogar via "Facebook live" über Mardi Gras in den USA: 

Mardi Gras ist Französisch und bedeutet so viel wie „Fetter Dienstag“. Gefeiert wird der Karneval dieses Jahr vom 24.02. - 28.02. und Mardi Grad fällt auf den 28.02., dem Dienstag vor Aschermittwoch und ist somit der letzte Abend vor dem großen Fasten bis zur Osterzeit. Mardi Gras ist eine wilde und verrückte Mischung aus verschiedenen Musikrichtungen, Ritualen, Tanz und Verkleidungen und der bekannteste Veranstaltungsort ist die Stadt New Orleans im U.S. Bundesstaat Louisiana

Von wegen Red, White and Blue...

... Zur Zeit von Mardi Gras steht alles Kopf und auch die Deko wird "bunt". Die klassischen Farben, die Mardi Gras auszeichnen, sind Violett, Gold bzw. Gelb und Grün. 1872 wurden auf der Königsparade die „offiziellen“ Faschingsfarben, sowie deren Bedeutung kundgetan. Violett steht für Gerechtigkeit, Gold für Kraft und Grün für den Glauben und das Vertrauen. Kein Wunder also, dass wir alle von der "GreenCard" träumen. ;-) Aber nicht nur Kostüme und Ketten findet man an Mardi Gras in diesen Farben, sondern auch…

...der klassische King Cake! 

King Cake Mardi Gras USAWas wäre Mardi Gras ohne King Cake? King Cake, oder auch Dreikönigskuchen auf Deutsch, aus Hefeteig hergestellt und ist, je nach regionaler Rezeptur, gefüllt oder mit Obst belegt. Was alle Rezepte jedoch gemeinsam haben ist, dass man entweder eine Bohne, eine Mandel, eine Münze oder einen kleinen Gegenstand, wie zum Beispiel eine kleine Babyfigur, einbackt. Wer den Gegenstand oder das eingebackene Stück findet, is(s)t für einen Tag König und muss die nächste King-Cake-Party ausrichten. King Cake wird traditionell in den Mardi Gras Farben Violett, Grün und Gold glasiert. Zu Mardi Gras werden allein in New Orleans jährlich ca. 500.000 King-Cakes verkauft und weitere 50.000 per Nachtkurier verschickt. 

Wer für die nächste Mardi Gras Mottoparty Dekoideen sucht oder selbst mal einen King Cake backen möchte, der findet Inspiration auf unserer „Mardi Gras Madness“-Pinnwand auf Pinterest. Passend dazu haben wir auch eine Mardi Gras-Bastelvorlage kreiert, mit der die nächste Kostümparty ein sicherer Erfolg wird:

Beads, please! Die Perlenketten und das Perlenkettenwerfen

Die sogenannten „Beads“ erfreuen sich weltweiter Bekanntheit und jeder will sie. Dabei ist nicht zwanghaft notwendig, dass Frau dafür "blankziehen" muss, um eine zu bekommen. Die Farben der Ketten sollten königlichen Farben entsprechen und wurden denjenigen Zuschauern zugeworfen, von denen man ausging, dass sie die Farbe repräsentieren. Wer also besonders vertrauenswürdig oder auch voller Hoffnung scheint, bekommt eine grüne Perlenkette zugeworfen (eie GreenCard wäre aber auch nettes Wurfmaterial!), wer vor Kraft nur so strotzt bekommt eine gelbe Perlenkette und wer Violett wird einem zugeworfen, damit es "gerecht zugeht". Früher waren die Ketten noch aus Glas, aber da das ein eher unvorteilhaftes Wurfmaterial ist, wurden sie später aus Plastik gefertigt und ihre Popularität als Wurfmaterial wurde noch größer. 

Es gibt keine genauen Zahlen wie viele Ketten geworfen werden, aber allein auf den beiden größten Paraden am Samstag und Sonntag vor dem „Fat Tuesday“ werden mehrere Millionen (!) Perlenketten geworfen

Die Flambeaux-Tradition

Sobald es dunkel wird, ziehen die Fackelträger durch die Straßen und "flambieren" eine mystische Stimmung. Der Ursprung des Fackeltragens liegt darin, dass früher Sklaven und freie Afroamerikaner diese durch die Straßen trugen um etwas Geld dazuzuverdienen. Zuschauer warfen Geld auf ihren Weg um sie dafür zu bezahlen, dass sie den Festwagen den Weg erleuchteten. Inzwischen ist daraus eine Art Showact geworden. Die Fackelträger drehen und werfen die Fackeln bei ihrem Zug in die Luft und tanzen dazu. 

Verteilen von Zulu-Kokosnüssen 

Wer hat die Kokosnuss geklaut? Keine Sorge, denn davon gibt es an diesen Festtagen mehr als genug! Zulu-Kokosnüsse sind genauso beliebt wie die Perlenketten. Sie werden während der Parade von den Mitgliedern des „Zulu Social Aid and Pleasure Clubs“ an Zuschauer verteilt. Früher noch im Originalkokosnusszustand, heute bunt bemalt erfreuen sie sich größter Beliebtheit.

FINDET "Rex" AUF FACEBOOK LIVE 

Mardi Gras The American Dream Live Event 2017 Blogbericht

Das MARDI GRAS Outfit ist von Opposuits

So wie T-Rex ist auch hier Rex das "höchste Tier". Jedes Jahr wird in New Orleans ein König gekrönt. Rex, der König des Karnevals, wird jedes Jahr neu vom abdankenden Rex auserkoren und ist jedes Mal eine prominente Person. Der neue König bekommt dann vom Bürgermeister symbolisch den Schlüssel zur Stadt überreicht. Wer dieses Jahr King Rex wird ist noch unbekannt, aber vielleicht erhaschen wir bei unserem "Mardi Gras" Facebook Live-Event ja einen Blick auf den neuen König!

Wer sich seine Majestät nicht entgehen lassen will, kann sich "live" dazuschalten und sich so Mardi Gras Flair aus den USA bis aufs eigene Sofa holen! Zum Chillen auf der Couch ist der "Mardi Gras" Anzug von Opposuits wie hier im Bild dann wohl aber doch zu schade. Wir tragen die Outfits im American Dream Büro - vielleicht trauen wir uns demnächst auch mal damit vor die Kamera! ;-)

Unsere Weltenbummler Tom und Elli sind dieses Wochenende zu Besuch in New Orleans und werden für euch als "rasende Reporter" die Straßen unsicher machen. Die Spannung steigt! Wie immer können Sie exklusive Bilder auf Instagram verfolgen oder noch mehr "live und in Farbe" als Fan von The American Dream auf Facebook entdecken.

GOOD GRIEF! ZUR GESCHICHTE VON MARDI GRAS 

New Orleans wurde von französischen Siedlern gegründet, welche ihre Fastenbräuche sowie den Karneval mit in die Neue Welt brachten. Am 2. März 1699 erreichten französischstämmige Katholiken die Mündung des Mississippi River, fuhren stromaufwärts bis sie an einer Nebenmündung ankamen, die vom heutigen New Orleans ca. 100km entfernt ist und wo sie ihr Lager aufschlugen. Diesen Punkt nannten sie Point du Mardi Gras, nach dem Tag, an dem sie ihn erreichten, dem 3. März 1699. 

Als es im Jahre 1700 zu Auseinandersetzungen zwischen den Kolonisten und der indigenen Bevölkerung kam, wurden französische Truppen berufen und es kam zu jahrelangen Kämpfen. Weit weg von ihrer Heimat, schrieben die Soldaten von ihrer Sehnsucht nach Hause und den heimischen Bräuchen. 1702 wurde Fort Louis de la Louisiana bzw. Fort Louis de la Mobile und die dahinterliegende Stadt Mobile gegründet, welche nur 43km entfernt von der Flussmündung Point du Mardi Gras liegen. Mobile war bis 1711 die Hauptstadt, bis sie aufgrund von Überflutungen und Krankheiten nach Alabama „verlegt“ wurde. 1703 feierte man dort jedoch zum ersten Mal Mardi Gras. 1704 wurde dann die Karnevalsgesellschaft Mystic Society (“Mystische Gesellschaft“) unter dem Namen Societé de Saint Louis von französischen Soldaten gegründet, welche im selben Jahr auch den ersten Masque de la Mobile („Maskenball von Mobile“) veranstaltete und diese Tradition bis 1709 vollzog. 1710 wurde zum ersten Mal der Boeuf Gras („Fetter Ochse“) von der Societé de Saint Louis gefeiert und die Boeuf Gras Societé gegründet, welche ein Jahr die kleine Parade veranstaltete. 

Unter der französischen Besatzung kamen bunte Masken und Kostüme in Mode, welche aber nach der spanischen Übernahme verboten wurden. Das Verbot blieb in Kraft bis New Orleans 1803 zur amerikanischen Stadt wurde. Erst im Jahre 1827 wurde das Tragen von Masken in der Öffentlichkeit jedoch vorerst wieder komplett legalisiert. 1837 wurde eine der ersten Paraden nach dem Verbot veranstaltet, jedoch sorgte das teilweise gefährliche Verhalten der Menschen für diverse Ausnahmezustände, weshalb diese wieder untersagt wurden. 

Aus einer feucht-fröhlichen Feiernacht unter Freunden entstand in 1829/1830 die Mystic Society namens Cowbellion de Rakin Society, welche von Michael Krafft und seinen Freunden in Mobile angeführt wurde. Die Männer „borgten“ sich landwirtschaftliche Geräte, wie Rechen, Hauen und Kuhglocken, und marschierten damit betrunken durch die Straßen der Stadt. Ab 1931 zog die Cowbellion de Rakin Society die ersten Paraden in der Silvesternacht ab und marschierten dann die nächsten Jahre lang zu Fuß mit ein paar wenigen Festwagen. Zwischen 1839 und 1857 bildeten sich weitere diverse Societies.

Zwischen 1861 und 1865 wurden aufgrund des Sezessionskrieges (amerik. Bürgerkrieg von 1861 - 1865) keine Paraden abgehalten. Erst wieder ab rund um die Jahre 1866-1868 (das weiß keiner so genau) als sich ein sogenannter Joe Cain am Faschingstag als Indianerhäuptling verkleidete und zu deren Verunglimpfung durch die Straßen zogen, kam der Brauch wieder auf und erfreute sich im darauffolgendem Jahr größer werdender Begeisterung. Während des ersten und es zweiten Weltkrieges fanden keine Paraden statt. 

Top City Tipp: New Orleans, nicht nur zu Mardi Gras

Kunterbunt geht’s in New Orleans in den nächsten Tagen zu, aber auch außerhalb der Karnevalszeit ist New Orleans eine wunderschöne Stadt, die definitiv einen Besuch wert ist. Für alle, die dieses Jahr noch nicht hautnah dabei sein können, empfehlen wir unseren Livestream! Folgen Sie uns durch das bunte Mardi Gras Treiben und lassen Sie sich verzaubern. Und wem das nicht reicht, der meldet sich am besten schnell zur GreenCard Lotterie DV-19 an, um mit etwas Glück, neben der grünen Kette auch bald eine GreenCard in den Händen zu halten! Viel GreenCard-Glück!

Zurück

Kommentare