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Interview US-Konsulat

In unserem heutigen Ratgeber wollen wir Ihnen einen Erfahrungsbericht einer unserer Kunden präsentieren, der kürzlich den Visa-Beantragungs-Prozess im US-Konsulat in Frankfurt am Main durchlief und uns freundlicherweise diesen dokumentierte. Selbstverständlich gespickt mit einigen redaktionellen Anmerkungen von unserer Seite, um Sie noch besser auf einen möglichen Interviewtermin in den US-Konsulaten vorzubereiten.

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Persönliche Erscheinenspflicht

Jede Person, die einen Visa-Antrag in der US-Botschaft in Berlin oder dem US-Generalkonsulat in Frankfurt stellt, inklusive Antragsteller, die ein bestehendes Visum verlängern wollen, muss einen Interviewtermin vereinbaren und persönlich erscheinen, ausgenommen:

  • Kinder unter 14 Jahren
  • Personen, die über 79 Jahre alt sind
  • Diplomaten

Mit dem 15. November 2002 führte das US-Außenministerium eine Interviewpflicht für die meisten Antragsteller auf Nichteinwanderungsvisa in Deutschland ein. Ab diesem Zeitpunkt konnten keinerlei Anträge mehr per Post oder über die bekannte „drop box“, den Briefkasten am Konsulatsgebäude, eingereicht werden.

Wurden damit schwerpunktmäßig nur offensichtliche Nachteile verbunden, so brachte dieses neue Verfahren allerdings auch einige Vorteile mit sich:

Die Entscheidung über das Visum wird nunmehr unmittelbar beim Interviewtermin selbst erfolgen. Für den Fall, dass eine Ablehnung erfolgen sollte, hat der Antragsteller heute die Möglichkeit direkt beim Officer im US-Konsulat nachzuhaken, warum sein Visum nicht erteilt wurde. Dies war beim vormaligen Briefverfahren nicht möglich.

Eingeführt wurde diese Regelung in Folge der Sicherheitsmaßnahmen nach dem 11. September 2001.

Erfahrungsbericht Antragsstellung B-Visum – US-Konsulat Frankfurt

Den Erfahrungsbericht unseres Kunden haben wir mit eigenen Anmerkungen angereichert, um Ihnen eine bessere Hilfestellung für Ihren eigenen Besuch im Konsulat zu geben. Los geht’s:

Es ging alles relativ problemlos, nur musste man sich in Geduld üben – die Wartezeiten waren sehr lange. In der Schlange draußen vor dem Konsulat musste ich ca. 40 Minuten warten. Dies war kein Problem, da ich früh genug da war und das Wetter mitspielte.“

Anmerkung:

Wie viele von Ihnen aus persönlicher Erfahrung sicherlich wissen, wird bei der Visa-Interview-Terminvereinbarung über die 0190 Hotline der US-Konsulate häufig mitgeteilt, dass man sich ca. fünf Minuten vor dem eigentlichen Termin dort einfinden solle. Dies widerspricht allerdings vielen Erfahrungswerten unserer Kunden. Planen Sie bitte ausreichend Zeit mit ein. Sollten Sie also einen Termin um 9 Uhr vereinbart haben, ist es anzuraten, gerade in den Sommermonaten, ca. eine Stunde vorher am Ort des Geschehens zu sein um Schwierigkeiten zu vermeiden. 

Die Sicherheitskontrollen sind (relativ) streng: elektronisches Gerät ist absolutes Tabu. Dies war für einige Leute dort ein Problem, da sie es nicht gewusst hatten und erst den Hinweis sahen, als sie schon eine Zeit in der Schlange gestanden hatten. Schließfächer gibt es nur am Hauptbahnhof. Allerdings wies ein Konsularbeamter darauf hin, dass an der Ecke ein Kiosk sei, der Kleinigkeiten (gegen Gebühr) in Verwahrung nehme. Rücksäcke habe ich im Konsulat gesehen, obwohl auf dem Schild stand, man dürfe sie nicht mitnehmen. Auch Stofftaschen waren wohl erlaubt. Meinen Schlüsselbund musste ich allerdings in der Sicherheitsschleuse deponieren – möglicherweise weil eine kleine batteriebetriebene Leuchte daran ist – und bekam ihn nach Verlassen des Konsulats wieder.“

Anmerkung:

Auch hier raten wir Ihnen dringend an, alle Gegenstände entweder im Auto oder wirklich in einem Schließfach am Bahnhof zu deponieren. Prinzipiell gilt, dass Taschen oder Rucksäcke nicht mit ins US-Konsulat genommen werden dürfen (genauso wie elektronische Geräte). Es mag sein, dass Ausnahmen gemacht werden, allerdings würden wir in Ihrem eigenen Interesse anraten, nicht darauf zu hoffen. Sicherlich wäre es sehr ärgerlich nach sehr langen Wartzeiten am Eingang des US-Konsulates abgewiesen zu werden und sich nach Hinterlegung der verneinten Gegenstände am Ende der Schlange wieder vorzufinden. Wie bereits oben erwähnt, gibt es die Möglichkeit in Frankfurt / Main Gegenstände in einem benachbarten Kiosk zu hinterlegen; dies gilt allerdings nicht für Berlin. Da allerdings das US-Konsulat in Frankfurt / Main bald umzieht, sollten Sie sich auf diese Ausweichmöglichkeit nicht mehr weiter verlassen.

Im Konsulat selbst gab es dann noch einmal eine Wartezeit von fast zwei Stunden. Damit alles `rund` lief, kam immer wieder ein Konsularbeamter vorbei und bat, die Papiere entsprechend vorzubereiten (aus den Hüllen/Umschlägen zu nehmen und entsprechend den Vorschriften zu sortieren). Ich empfand es als etwas übertrieben, aber man war eben bestrebt, den Vorgang so reibungslos und so schnell wie möglich ablaufen zu lassen.“

Anmerkung:

Rechnen Sie bitte immer mit teils erheblichen Wartezeiten. Nur weil Ihr Termin auf beispielsweise 9 Uhr lautet, heißt dies leider noch lange nicht, dass dieser auch eingehalten werden kann. Nach Aussagen unserer Kunden betrug die Wartezeit in den letzten Wochen in Frankfurt / Main teilweise bis zu sechs Stunden. Dasselbe gilt für Berlin; allerdings muss hierbei erläutert werden, dass dies meist nur die stark frequentierten Sommermonate betrifft. Für Ihre eigene Zeiteinteilung würden wir Ihnen aber immer empfehlen, einen ganzen Tag für den Interviewtermin im US-Konsulat zu veranschlagen.
Ein Tipp noch für die Sortierung Ihrer Unterlagen: Prinzipiell verhält es sich immer so, dass alle Unterlagen lose (nicht getuckert oder ähnliches) in eine Glassichthülle gestellt werden sollten. Oben auf liegend, immer den Reisepass, den Beleg der Visa-Bearbeitungsgebühr und dann die Visa-Antragsformulare; gefolgt von allen weiteren Nachweisen, beispielsweise Ihrer Rückkehrintention.

Die Konsularbeamtin hatte nur sehr wenige Fragen an mich. Die erste bezog sich auf den Zweck der Einreise. Als ich mit `Bekannte besuchen und Sightseeing` antwortete, wollte sie wissen, ob auch meine Frau mitkäme. Als ich dies verneinte, war sie erstaunt und meinte, `sechs Monate ohne Frau?`. Ich teilte ihr mit, dass ich diesmal nur drei Monate bleiben wolle und das Visum beantrage, da mir auf meiner letzten Einreise der Immigration Officer dazu geraten habe, auf Grund meiner doch häufigen USA-Besuche. Sie blätterte darauf hin meinen Pass durch und bestätigte dies. Dann wollte sie noch wissen, was ich vor meiner Pensionierung für eine Tätigkeit ausgeübt hätte. Meine Antwort `Lehrer` mit dem Zusatz für `Englisch` gab es dann einen Anknüpfungspunkt für eine kurze persönliche Bemerkung, dass sie nämlich vor ihrer Anstellung beim Konsulat Deutschlehrerin gewesen sei. Danach teilte sie mir mit, dass sie mir das Visum ausstellen würde.“

Anmerkung:

Sie sehen, unnötige Panik vor diesem Interviewtermin im US-Konsulat ist nicht von Nöten. Allerdings möchten und müssen wir Sie darauf hinweisen, dass nicht immer alles so glatt läuft, wie bei unserem Kunden. Zwar lässt der Interviewtermin auch rein zeitlich, nur selten die Möglichkeit offen, eine intensivere Befragung durchzuführen. Das Gespräch mit dem Konsularbeamten dauert in der Regel nicht länger als ca. fünf Minuten. Dies soll allerdings nicht bedeuten, dass bei aufkommenden Zweifeln nicht auch intensivere und auch teilweise unangenehme Nachfragen gestellt werden können. In den letzten Wochen teilten uns Kunden immer wieder mit, dass vor allem Belege zur Rückkehrintention (also Meldebescheinigung, Mietvertrag, Arbeitsvertrag) gar nicht angesehen wurden. Sie können allerdings davon ausgehen, dass in den meisten Fällen, wenn Ihnen die Unterlagen vor dem eigentlichen Gespräch am Schalter abgenommen wurden, diese natürlich vorher eingesehen werden. Daraus ergibt sich selbstverständlich, dass eine Durchsicht am Schalter nicht mehr von Nöten ist. Achten Sie deshalb immer darauf, ausreichend Belege für den Zweck der Einreise als auch für Ihre Rückkehrintention nachzuweisen. Sollte dies dem Konsularbeamten fehlen, kann dies unter Umständen zu einer Ablehnung Ihres Visa-Antrags führen. Bereiten Sie also die Papiere für den Termin in Ihrem eigenen Interesse sorgfältig vor. Lieber ein Dokument zu viel, als eines zu wenig.

Noch kurz zur Vervollständigung des Ablaufs: Bevor man an den eigentlichen Schalter zum Konsularbeamten gebeten wird (Interviewgespräch), werden von einer anderen Beamtin die Daten aus den Unterlagen in den Computer eingegeben und das Passbild eingescannt. Hierbei sollte man darauf achten, dass das einzureichende Passphoto von wirklich guter Qualität ist, da es sonst Probleme beim Einscannen geben kann. Erst in einem zweiten Verfahren, beim eigentlichen Gespräch mit der Konsularbeamtin, wurden mir dann noch Fingerabdrücke genommen.“

Anmerkung:

Die Erfassung Ihrer biometrischen Merkmale, wie Digitalisierung des Gesichtsbildes (Einscannen des Passphotos) und Fingerabdrücke könnte dann hinfällig werden, sobald auch in Deutschland biometrische Reisepässe mit beiden Merkmalen ausgestellt werden können. Wie Sie aus unserem letzten Newsletter entnehmen können, sollten Sie allerdings nicht vor 2007 damit rechnen.
Der Tipp unseres Kunden bezüglich des Passphotos ist im Übrigen mehr als nur hilfreich. Achten Sie bitte immer darauf, dass Ihr Bild von guter Qualität ist und vor allem dem Format der US-Behörde entspricht.

Die Konsularbeamtin teilte mir noch mit, dass Sie mir das Visum im Laufe der kommenden Woche per Post zusenden würde. Für Vergessliche: soweit ich mithören konnte, kann man notfalls auch dort im Konsulat einen Umschlag kaufen und ein Briefmarkenautomat steht auch da. Insgesamt war die Behandlung sehr freundlich und – nach Überwindung der Warteschlangen – auch sehr zügig.“

Anmerkung:

Auch wenn die Konsularbeamten in der Regel immer gerne hilfreich zur Seite stehen, würden wir Ihnen immer empfehlen einen frankierten adressierten Rückumschlag DIN-A-5 Ihrem Visa-Antrag beizufügen. In der Regel wird dies zwar nicht für das US-Konsulat in Berlin benötigt, da dort die Visa direkt ausgestellt werden; allerdings gab es gerade in den stark frequentierten Sommermonaten Rückmeldungen unserer Kunden, dass auch dort die Pässe einbehalten wurden und erst nach ein paar Tagen zugestellt werden konnten. Zu Ihrer eigenen Sicherheit empfiehlt sich deshalb immer einen frankierten adressierten Rückumschlag beizulegen.

Das American Dream Team wünscht Ihnen viel Glück bei Ihrem eventuellen Visa-Interviewtermin!