Soziale Akzeptanz ueber den Wolken ?


Lautes Geschrei und klaustrophobische Zustände in einer ausgebuchten Maschine Familienzonereizen hoch in der Luft auch die Nerven eines sonst ruhigen und toleranten Passagiers. Das zumindest suggerieren  die Prozentzahlen einer kürzlich ausgewerteten Umfrage des „Skyscanner"s, welcher 2000 Fluggäste zum Thema „Kinder an Bord" und „Einführung einer abgegrenzten Familienzone im Flugzeug" befragte. So befürworteten rund 60 % aller Befragten solch eine Familienzone - 20 % stimmten sogar für einen kinderfreien Flug.
Besonders auffällig ist, dass gerade kinderlose Reisende für die Familien-Zone stimmten, um möglichst weit entfernt von dieser platziert zu werden.
Eine 67-jährige Rentnerin ging sogar so weit die australische Fluggesellschaft Quantas zu verklagen, da sie sich, nach einem Flug neben einem schreienden 3-Jährigen, in einem Krankenhaus an den Ohren behandeln lassen musste.
Die internationalen Fluggesellschaften reagieren sehr gelassen und planen in naher Zukunft keine Familienzone, da mit dieser auch die Flexibilität in der Sitzplatzverteilung eingeschränkt wird, weil beispielsweise beliebte Plätze im Gang nicht mehr zur Verfügung stehen.
Auf Grund der eng aneinander gereihten Sitzplätze, die nicht viel Spielraum für die Beine lassen, zählen auch übergewichtige Passagiere nicht zu den gern gesehenen Sitznachbarn - da die meisten Passagiere um die Einschränkung Ihres eigenen Platzraumes fürchten. Auch sind Übergewichtige sogar dazu angehalten- um transportiert zu werden -einen zweiten Sitzplatz zu erstehen, sofern sich die Armlehnen  nicht herunterklappen lassen.

Was auf dem Boden alltäglich und gewöhnlich erscheint, entpuppt sich über den Wolken für manch Einen als persönliche „Bedrohung" - verkehrte Welt.

Quelle: usatoday.com

http://www.usatoday.com/money/industries/travel/2010-08-25-familyflying26_ST_N.htm

http://www.usatoday.com/travel/experts/burbank/2010-07-28-overweight-flier-policies_N.htm

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