Endstation: Los Angeles, Kalifornien!

Tanja und Jürgen träumten schon von Klein auf von einem Leben in den USA. Warum? Sie wurden praktisch magisch von dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten angezogen. Nach der vierten Teilnahme über The American Dream kamen sie ihrem GreenCard Traum einen Schritt näher und Tanja erzählt uns nun in ihrem GreenCard Erfahrungsbericht, wie sich der Weg in ihr neues Leben gestaltet hat.

GreenCard Anmeldung

Was war für Sie der Auslöser dafür, sich bei der GreenCard Lotterie zu bewerben?

Schon in jungen Jahren wollte ich immer nach Amerika. Letztendlich aus unerklärlichen Gründen, da ich die USA nur von TV Serien und Filmen kannte, aber selbst noch nicht dort war. Auch sonst war bislang niemand aus meiner Familie in den USA. Es hat mich einfach irgendwie magisch angezogen.

2009 bis 2010 habe ich dann für drei Monate eine Sprachschule in Südkalifornien besucht und bin der Region total verfallen. Danach habe ich viel recherchiert, über welche schulischen und beruflichen Wege man in die USA kommen kann. Dabei bin ich dann im Internet auf The American Dream aufmerksam geworden und habe mich erstmalig bei der GreenCard Lotterie angemeldet.

Was war Ihre erste Reaktion nach der Gewinnbenachrichtigung?

Ich glaube beim dritten Mal über The American Dream hat es dann tatsächlich geklappt und das sogar in einer der seltenen Nachziehungen im September 2016. Wie so oft, wenn man nicht mehr daran denkt. Da ich gerade im Flieger saß und demzufolge nicht telefonisch erreichbar war, hatte ich nach der Landung eine E-Mail im Postfach "HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!“ Aha, welch Spam, dachte ich.

Noch im Flieger, auf das Gate zu rollend, habe ich die Mail dann noch ein zweites und drittes Mal gelesen und den Absender sowie die Glaubwürdigkeit gecheckt. Und dann "JAAAAAA, die Nachricht ist echt!“ Mit einem verdrückten Lachen und Tränen in den Augen hatte ich meine Sitznachbarin ziemlich irritiert, bis diese dann schließlich doch gefragt hatte, ob alles okay sei.
Es passiert dann, wenn die Zeit reif dafür ist – das war immer meine Grundeinstellung.

GreenCard Beantragung

Wie kamen Sie mit dem Beantragungsprozess zurecht? Haben Sie für zukünftige Gewinner einige Tipps?

Nach dem klar war, dass ich den Gewinn annehme, ging es daran den ganzen Papierkram zu erledigen. Dabei war die Gewinnerbroschüre eine große Hilfe. Wer sich hier gut vorbereitet, sich alle Unterlagen vorher zusammensucht und diese natürlich über die letzten Jahre auch gut geführt hat, hat es beim Ausfüllen des DS-260 Formulars nicht schwer. Zwar sind Englischkenntnisse sicher sehr hilfreich dabei und dennoch, beim Fachchinesisch hilft ein Übersetzungsprogramm.

Da ich als "ledig" gewonnen habe, meinen Partner aber natürlich mitnehmen wollte, musste ich ihn dann noch im Antrag hinzufügen. Nach der Heirat reichte eine E-Mail an das KCC mit der Bitte um Wiedereröffnung des Accounts aus. Zwei Tage später konnten wir dann das zweite DS-260 Formular ausfüllen und nachreichen. Keine vier Wochen später kam die Einladung zum Interview. Damit konnten wir den Arzttermin ausmachen und die restlichen Unterlagen zusammensuchen.

Für den Interviewtermin in Frankfurt hatten wir viel zu viele Papiere dabei. Die einzelnen Schulzeugnisse waren uninteressant. Es zählen nur die Abschlusszeugnisse. Die ganzen Unterlagen von meinem Mann hatten gar nicht interessiert. Die finanzielle Absicherung, das Englischlevel, und dass wir schon unzählige Male in den Staaten waren, hatte dem Konsulatsbeamten ausgereicht. Er scherzte sogar noch ausgiebig. Wenn man hierbei schon eine fundierte Aussage über den künftigen Job bzw. einen konkreten Plan erklären kann, sollte es keine Probleme mehr geben.
Kurz um: das Interview war super einfach. In nicht mal einer Stunde war alles erledigt.

Bild von Stadion in den USA

Wo haben Sie Ihre GreenCard aktiviert und wie verlief die Aktivierungsreise?

Etwa ein Jahr nach der Benachrichtigung durch The American Dream und innerhalb der sechs Monate nach dem Medizincheck, ging es für zwei Wochen in die neue Wahlheimat Los Angeles. "Welcome home!“, das war der Empfang des Zollbeamten. Wir hatten diese Reise genutzt, um die Stadtteile noch besser kennenzulernen und Bankkonten zu eröffnen. Hier sollte man sich am besten eine US-Telefonnummer zulegen .

Damit wir allerdings das Jahr nach der Aktivierungsreise bis zur Wiedereinreise einhalten konnten, mussten wir nochmals in die USA reisen. Diesmal für eine Rundreise an der Ostküste. Ein Tipp am Rande: bei jeder weiteren Einreise sollte man nicht annähernd das Wort „Urlaub“ benutzen. Hier reagieren die Zollbeamten recht energisch und man bekommt eine Predigt gehalten.

Endlich angekommen

Wo leben Sie jetzt und wie unterscheidet sich Ihr Alltag zu dem in Deutschland? Was gefällt Ihnen besonders am Leben in Amerika? 

Gestrandet sind wir in Los Angeles, Kaliforniern. Ganz bewusst und gewollt. Mitte November 2018 hieß es dann final "Goodbye Deutschland!“, tschüss geliebtes Badner Land. Mittlerweile sind auch die Umzugskartons angekommen, der Job hält Einzug und entsprechend entwickelt sich allmählich auch der Alltag.

Wir haben uns hier Gruppen angeschlossen - Sport wie auch zum Stammtisch-Plausch. Das bringt einen noch mehr und schneller in die neue amerikanische Welt.
Hier an der Westküste sind alle sehr freundlich, hilfsbereit und freuen sich regelrecht, wenn man ihnen das Gleiche entgegnet. Es gibt sehr viele Einwanderer aus jeglichen Ecken der Welt und jeder kann eine andere Geschichte dazu erzählen.

Würden Sie rückblickend den Sprung in die neue Heimat noch einmal wagen?

Den großen Schritt über den Teich würden wir ohne zu überlegen jederzeit wieder machen. Wer einen Bezug hat und grundsätzlich organisiert ist, wird sich hier schnell zurechtfinden.
Manches geht hier langsamer, manches schneller. Einiges ist hier teurer, anderes günstiger. Es fehlen einem gewisse deutsche Dinge, wie Quark und ein robuster Wäscheständer (zum Glück haben wir letzteren eingepackt!).

Die Aktivierungsreise kann ideal zum Ausloten bestimmter Dinge genutzt werden. Wer sich genug Zeit nimmt, - mindestens 4-6 Wochen -  kann sogar gleich nach Ankunft den Führerschein in Angriff nehmen. Zumindest hier in Kalifornien war die praktische Prüfung ein ziemliches Experiment.

Würden Sie den Service von The American Dream anderen USA-Fans weiterempfehlen?

Auf jeden Fall. Damit kann man sicher sein, dass die Bürokratie der Bewerbung auch korrekt umgesetzt wird und keine Disqualifikation droht.

Möchten Sie anderen Teilnehmern noch etwas anderes erzählen oder mit auf den Weg geben?

Ganz nach dem Motto: "Everything has a meaning. No experience is ever wasted!
Nur wer Mut hat, kommt auch weiter. Wer nichts ausprobiert, hat später nichts zu erzählen. Wer hier im Raum Los Angeles wohnt, kann sich gerne mit uns in Verbindung setzen. Wir freuen uns auf einen netten Plausch! 😊

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