Hinter jedem guten Präsidenten steht eine starke First Lady!

Der Präsident der Vereinigten Staaten zu sein, ist keine einfache Aufgabe, genauso wenig wie die der First Lady. Im Verlauf der amerikanischen Geschichte haben die Frauen an der Seite der Präsidenten ihre Positionen genutzt, um signifikante politische und soziale Veränderungen in die Wege zu leiten. Der 8. März ist Internationaler Frauentag, bei dem Frauen und deren Errungenschaften besondere Aufmerksamkeit zugeteilt wird. Wir möchten diese Möglichkeit nutzen, Ihnen einige der einflussreichsten First Ladies in zeitlicher Reihenfolge vorzustellen, in anderen Worten: Frauen, die ordentlich nach dem Rechten gesehen haben.

Martha Washington

Als George Washington die Rolle des Präsidenten der Vereinigten Staaten im Jahre 1789 annahm, wurde seine Frau Martha Washington die allererste First Lady der Nation. Martha Washington, geboren am 2. Juni 1731 in New Kent County, Virginia wusste nur zu gut, dass ihr Verhalten als Frau des Präsidenten den Standard für alle zukünftigen First Ladies setzten würde. Sie war sehr gebildet, was zu der damaligen Zeit eher ungewöhnlich war und nutze ihr Wissen um das Volk zusammenzubringen. Es war Marthas Idee, das Weiße Haus für die einfachen Leute, als Zeichnen der Hingabe der Regierung zum Volk, zu öffnen. Diese wöchentlichen Empfänge fanden jeden Freitag statt und brachten Menschen aus unterschiedlichen politischen und sozialen Positionen zusammen, inklusive Frauen. Obwohl Martha es vorzog Ihre Zeit auf dem Land zu verbringen, nahm sie ihre Rolle als First Lady sehr ernst und organisierte den kompletten präsidialen Haushalt, mit einer steten fröhlichen Haltung. Ihr Aktivismus für das Volk, ist ausschlaggebend für Ihre Rolle als First Lady.

Abigail Adams

Geboren am 11. November 1744 in Weymouth, Massachusetts, wurde Abigail Adams im Jahre 1797 First Lady der USA. Sie und ihr Mann, Präsident John Adams waren im November 1800 die erste Familie, die tatsächlich im Weißen Haus in Washington D.C. lebte. Abigail Adams war, so wie Frau Washington, gebildet und wurde für ihren regen Briefkontakt mit Ihrem Mann berühmt. In diesen Briefen gab sie Ihrem Mann politische Ratschläge und Unterstützung, im gleichen Atemzug erinnerte sie in stets daran nicht die Frauen im Land zu vergessen. Sie hatte einen engen Bezug zum Volk und John Adam respektierte und vertraute ihrer Meinung. Abigail war eine starke Befürworterin der Frauenrechte, sowie der Bildung für alle. Ihre Briefe werden auch heute noch als Symbol einer Frau gelesen, welche zu den damaligen Zeiten genauso an politischen Belangen interessiert war wie ihr Mann. 

Dolley Madison

Haben Sie jemals schon von der Geschichte einer Frau gehört, die ihr Leben riskierte, um ein Portrait George Washingtons aus dem Weißen Haus zu retten? Wir schreiben das Jahr 1814 und der Krieg von 1812 war in vollem Gange. Die britischen Truppen näherten sich dem Weißen Haus und Dolley Madison, die Frau des Präsidenten James Madison, riskierte ihr Leben als sie zum Weißen Haus zurückkehrte und das Portrait von George Washington sicherte. Die Briten hätten es mit einer großen Sicherheit zerstört. Dolley Madison, geboren am 20. Mai 1768 in New Garden, North Carolina, war keine Frau der man sagte was sie tun soll und zeigte großen Mut und Stärke als First Lady der Vereinigten Staaten. Ihre Beliebtheit beim Volk bestärkte zudem dessen positive Meinung über ihren Mann. Sie baute die Rolle der First Ladies im Weißen Haus weiter auf und hatte einen sehr aktiven Part in unzähligen Wohlfahrtsverbänden und Organisationen. Heutzutage gründet ein Großteil der sozialen Aktivitäten der First Ladies, auf der Initiative in Sachen sozialen Engagements von Dolley Madison.

Abigail Fillmore

Abigail Fillmore wurde am 13. März 1798 in Stillwater, New York geboren und wurde 1850 zur First Lady, zusammen mit ihrem Mann Millard Fillmore. Interessanterweise lernte Präsident Fillmore leine Frau kennen, als diese seine Lehrerin war. Sie war nur zwei Jahre älter als ihr zukünftiger Mann und ihre lebenslange Beziehung gründete auf der Liebe zur Bildung und Wissen, was sie mit in ihre persönliche Rolle als First Lady mitbrachte. Unterrichten war Abigails Leidenschaft und sie war die allererste First Lady, die in ihrer Zeit im Weißen Haus zusätzlich noch arbeitete. Viele nachfolgende First Ladies wurden durch Abigails Aktivismus in der Bildung beeinflusst. Sie liebte Bücher so sehr, dass sie dabei half die immer noch bestehende Bibliothek im Weißen Haus mit aufzubauen.  

Eleanor Roosevelt

Es wäre nicht übertrieben zu sagen, dass Eleanor Roosevelt die inspirierendste und einflussreichste First Lady ist, die jemals im Weißen Haus gelebt hat. Eleanor wurde 1884 in New York City geboren und lebte 78 aufregende, politisch aktive Jahre, bevor sie im Jahre 1962 in ihrer Geburtsstadt starb. Zusammen mit Ihrem Mann Franklin D. Roosevelt war sie als First Lady für sage und schreibe 12 Jahre von 1933 bis zu Franklin D. Roosevelts Tod in 1945 im Amt. Eleanor Roosevelt wurde zum geliebten Vorkämpfer von Frauen- und Bürgerrechten und war tatsächlich die einzige First Lady, die ihre eigenen Pressekonferenzen hielt. Zudem war sie lange ein Mitglied der Daughters of the American Revolution (DAR), einer patriotischen Frauenvereinigung, bis sie dort aus Protest austritt. Grund hierfür war ein Ausspruch der Organisation gegen den Auftritt einer afroamerikanischen Sängerin. Zudem war sie auf dem Pferderücken elegant und wild zugleich und war durchaus ein beliebtes Fotomotiv für den Fotografen des Weißen Hauses Abbie Rowe. Eleanor war eine kluge Beraterin an der Seite ihres Mannes, sowohl während der Wirtschaftskrise, als auch dem Zweiten Weltkrieg. Sie stellte sicher, dass ihr Mann den Richtlinien des New Deal stets treu blieb und war der Kopf der U.N. Kommission für Menschenrechte. Wir können mit Sicherheit sagen, dass Eleanor eine wortstarke Frau war, deren Handlungen die Nation in einer Zeit des Wandels geprägt haben und man sie nicht nur als First Lady sondern vollends Global Lady in Erinnerung behalten wird.

Jackie Kennedy

Jackie Kennedy ist wohl die ikonischste First Lady. Es ist ein leichtes, Jackies Namen zu hören und sofort an ihren pinken Chanel Anzug und passenden Pillbox- Hut zu denken. Sie wurde als Jacqueline Lee Bouvier am 28. Juli 1929 in Southampton, New York geboren und heiratete John F. Kennedy im Jahre 1953 bevor er Senator wurde. Kennedy war erst drei Jahre lang Präsident als er 1963 in Dallas, Texas ermordet wurde. Die Welt war geschockt, als sie zusehen musste, wie er in der Limousine an der Seite von Jackie erschossen wurde. Mit Anmut führte Jackie Kennedy das amerikanische Volk durch diese schwierige Zeit der Trauer und klagte zusammen mit ihnen. Des Weiteren war Jackie eine sehr kultivierte First Lady, die zusätzlich noch Französisch, Italienisch und Spanisch sprechen konnte und nach dem Tod ihres Mannes als erfolgreiche Buchautorin ihre Geschichten erzählte. Menschen weltweit sind von der First Lady Jackie Kennedy fasziniert.

Lady Bird Johnson

Claudia Alta Taylor Johnson, oder liebevoll Lady Bird genannt, wurde am 22. Dezember 1912 in Karnack, Texas geboren. Ihren Spitznamen Lady Bird bekam sie schon als Kind, welcher ihre unendliche Liebe zur Natur und Tieren wiederspiegelt. Ihr Mann, Lyndon B. Johnson diente von 1963 bis 1969 als Präsident der Vereinigten Staaten und während dieser Zeit spielte Lady Bird eine rege Rolle im Schutz von Wildtieren und unterstützte viele Projekte für die Erhaltung von National Parks. Sie liebte es Gärten mit anzubauen, genauso wie sie es liebte den Verstand in den Köpfen der jungen Generation sprießen zu lassen und wurde Vorsitzende des Head Start Programmes, welches die frühkindliche Förderung, Gesundheit und Ernährung sozial schwacher Familien unterstützt. Während des Zweiten Weltkriegs ließ Lady Bird das Congressional Office geöffnet und hielt es am Laufen. Wer weiß, ohne sie wäre Lyndon B.Johnson vielleicht nie Präsident der Vereinigten Staaten geworden.

Betty Ford

Betty Ford hat damals nicht erwartet First Lady zu werden, doch als Richard Nixon als Regierungsoberhaupt abdankte, übernahm ihr Mann Gerald Ford 1974 das Amt und Betty Ford nahm sich der Position als First Lady ganz wundervoll an. Geboren am 8. April 1918 als Elizabeth Anne Bloomer, war Betty eine First Lady, die immer ihre Gedanken frei aussprach, auch wenn ihre Meinung nicht konform mit der republikanischen Partei war. Sie besiegte erfolgreich ihren Brustkrebs und sprach offen über ihre Erfahrungen und die Notwendigkeit die Aufmerksamkeit auf diesen Tumor zu richten. Betty hielt sich ebenso nicht zurück, wenn es darum ging, ihr ganz persönliches Gefecht mit Alkoholismus zu diskutieren und setzte sich für eine bessere psychische Gesundheitsversorgung und Bewusstsein gegenüber Alkoholismus ein. Auch wenn ihr Mann ein Republikaner war, hinderte dies sie nicht daran, sich für Frauenrechte und deren gleichwertige Einbindung in die Verfassung, Abtreibungen, Feminismus oder Waffenkontrolle einzusetzen. Das Volk bewunderte Ihren Wagemut, denn kein Thema war zu brisant für diese Frau, die niemals daran scheiterte ihren Gedanken freien Lauf zu lassen.

Hilary Clinton

Hillary Clinton war nah dran, die erste First Lady zu werden, die tatsächlich auch als erste weibliche Präsidentin aus der US-Wahl 2016 hervorgegangen wäre. Erfahrungen sammelte sie schon als rechte Hand an der Seite Ihres Mannes Bill Clinton, der von 1993 bis 2001 dem Weißen Haus zu Dienste war. Es scheint, als hätte das Schicksal schon von Kindesalter vorhergesehen, dass Hillary Rodham Clinton eine erfolgreiche Politikerin werden sollte. Hillary wurde am 26. Oktober 1947 in Chicago, Illinois geboren und war immer schon sehr in Schulclubs und sozialen Organisationen engagiert. Während ihrer Zeit als First Lady war sie direkt in die politischen Aufgaben involviert, besonders die Auseinandersetzung der Gesundheitswesen-Reform war ihr zugetragen. Mit ins Weiße Haus brachte sie ihre jahrelange Erfahrung als Rechtsanwältin im Einsatz für die Rechte von Kindern und Frauen. Ihre politische Karriere verfolgte Hillary ebenso mit ihrer Position als Senatorin von New York und in den Jahren 2008-2012 als Außenministerin von Barack Obama. Sie ermutigt Frauen selber aktiver in der Politik zu werden und zeigt dies eindrucksvoll an ihrem Lebenslauf- mehr Macht den Frauen!

Michelle Obama

Michelle Obama wurde Amerikas Sweetheart, als ihr Mann im Jahre 2009 Präsident wurde. Das Volk liebt sie inzwischen sogar so sehr, dass es sie glatt selbst zur Präsidenten wählen würde. Sie ist nicht nur liebenswürdig und schon gar nicht schüchtern, sondern eine taffe und unabhängige Frau. Michelle ermutigt die ganze Nation zum Sport und ziert sich nicht im Fernsehen, ihre Muskeln zu präsentieren und ein paar Liegestütze aufs Parkett zu legen. Auf der Suche nach einer Lösung für die andauernde Fettleibigkeit bei Kindern in den USA, hat sie eine Organisation namens Let’s Move ins Leben gerufen, die Kinder motiviert raus zu gehen, auf spielerische Art Sport zu treiben und sich gesund zu ernähren. Wie alle First Ladies, verteidigt Michelle die Rechte für Frauen, sowie eine bessere Bildung für Hilfsbedürftige und dies nicht nur in den USA sondern auch weltweit. Michelle LaVaughn Robinson wurde am 17. Januar 1964 in Chicago, Illinois geboren, überwand einige Hindernisse um ihren Abschluss von der Harvard Law School zu erlangen. Sie weiß also genau, wie es ist hart für seine Träume zu arbeiten und wer weiß, vielleicht ist sie eines Tages ja tatsächlich Präsidentin.

Das berühmte Sprichwort "behind every good man there’s a woman" (dts. Hinter jedem großen Mann steht eine starke Frau) kommt nicht von irgendwo her. Frauen haben in der Entwicklung der USA eine sehr wichtige Rolle gespielt. Dies ist auch der Grund, warum nicht nur am 8. März, dem internationalen Frauentag, an wichtige Personen wie den First Ladies gedacht werden soll, sondern allen Frauen weltweit die täglich für Ihre Rechte und die anderer einstehen, der Respekt gilt. Wollen Sie ein Teil dieser faszinierenden amerikanischen Geschichte werden? Nutzen Sie Ihre Chance und melden sich für die GreenCard Lotterie DV-19 an und Sie können aktiv am politischen Geschehen in den USA teilnehmen.

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